Eine Einstellung zur Arbeit

Labour in a Single Shot

Berlin|Deutschland

Statistische Daten

Google-Einträge für Berlin 970.000.000
Google-Einträge pro Einwohner 275,92
Stadtgründung 1237
Fläche 891,82 km²
http://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Berlin

KLIMA
Max. Temperatur Ø 13,1
Min. Temperatur Ø 5,7
Niederschlag / Jahr (mm) 570,8
Regentage 109
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin

BEVÖLKERUNG
Einwohner 3.515.473
Bevölkerungsdichte 3.942 Ew. / km²
http://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Berlin

Altersgruppen in % (2010)
0–14 12
15-65 69
>65 19
http://www.berlin.de/imperia/md/content/seninn/zsb/gesundheitsmanagement/gesundheitsbericht_2010.pdf?start&ts=1329995943&file=gesundheitsbericht_2010.pdf

Bevölkerungsentwicklung
1825 220.277
1942 (Höchststand) 4.478.102
1945 2.807.405
1960 3.274.016
2000 3.382.169
2012 3.515.473
http://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Berlin
2030 3.750.000
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/steigende-einwohnerzahl-boomtown-berlin,10809148,20759430.html

Religionszugehörigkeit (in %)
Konfessionslos 60
Evangelisch 18,7
Katholisch 9,2
Islamischer Migrationshintergrund 5,7-8,6
Andere christliche Konfessionen 2,7
Jüdisch 0,3
Andere 0,6
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin

WIRTSCHAFT
Wirtschaftsleistung
BIP (2010) 101,4 Mrd. EUR [1]
BIP per Capita (2010) 27.499 EURO [2]
[1] http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-wirtschaft/konjunkturdaten/a_03.pdf?start&ts=1343310541&file=a_03.pdf
[2] http://www.ihk-berlin.de/linkableblob/2033704/.5./data/WIZ_Berliner_Wirtschaft_in_Zahlen_2011-data.pdf;jsessionid=15D488361E167192403CCB4095D9CA67.repl1

Bruttodurchschnittslohn (2. Quartal 2012)
Allgemeiner Durchschnittslohn 2.966 EUR
Leitende Angestellte (14,7% d. Arbeitnehmer) 6.654 EUR
Facharbeiter (43,6 % d. Arbeitnehmer) 2.846 EUR
Angelernte Arbeitnehmer (11,3 % d. Arbeitnehmer) 2.163 EUR
Ungelernte Arbeitnehmer (3,8 % d. Arbeitnehmer) 1.832 EUR
http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/pms/2012/12-10-25a.pdf

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte nach Wirtschaftsabschnitten (31.12.2011)
insgesamt 1.177.948
Land- und Forstwirtschaft; Fischerei 351
Produzierendes Gewerbe 128.625
Baugewerbe 52.220
Handel 144.627
Verkehr und Lagerei 60.461
Gastgewerbe 54.255
Information und Kommunikation 60.805
Erbringung v. Finanz- und
Versicherungsdienstleistungen 34.887
Grundstücks- u. Wohnungswesen 24.478
Erbringung v. freiberufl., wissenschaftl.,
techn. u. wirtschaftl. Dienstleistg. 213.025
Erbringung v. öffentl. u. priv. Dienstleistg. 403.925
http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Stat_Berichte/2012/SB_A06-15-00_2011q04_BE.pdf

Informelle Arbeit / „Schattenwirtschaft“
3-15 % des umlaufenden Geldes
343 Mrd. EUR (2012)

Woran liegt es, dass Schätzungen über das Ausmaß der Schwarzarbeit so stark voneinander abweichen und zwischen nur drei und beachtlichen 15 Prozent der Wirtschaftsleistung schwanken? Unbestritten ist, dass aufgrund der Illegalität das Ausmaß der Schwarzarbeit nicht direkt gemessen sondern nur geschätzt werden kann. In der Praxis nähern sich Wissenschaftler und Praktiker dem Ausmaß der Schwarzarbeit, indem sie den Anteil des Bargeldumlaufs messen. Immerhin werden Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft weitgehend mit Bargeld abgewickelt. Was die einzelnen Berechnungen voneinander unterscheidet, sind die Annahmen darüber, wie schnell das Bargeld umläuft: Verdoppelt man die angenommene Umlaufgeschwindigkeit, so kann ein und derselbe bar gezahlte Euro gleich zwei Mal für illegale Aktivitäten verwendet werden. Auch neue Schätzmodelle kommen nicht ohne Rückgriff auf diese Annahme aus, denn sie liefern lediglich einen Index, der in Relationen zum Bruttoinlandsprodukt umgewandelt werden muss, wozu Ergebnisse von Bargeldschätzungen benutzt werden. Tatsächlich liegt hier der Knackpunkt, warum DIW-Forscher Thießen das Ausmaß der Schattenwirtschaft kräftig nach unten korrigiert: „Eine sehr hohe angenommene Umlaufgeschwindigkeit des Bargelds in der Schattenwirtschaft widerspricht monetären Trends, Plausibilitätsrechnungen und dem, was wir aus Befragungen wissen.
http://www.iaw.edu/iaw/De:Aktuelles:Pressemitteilungen

Gewerkschaften
191.637 gewerkschaftlich Organisierte (Stichtag 31. 12. 2011)
DGB, Berlin

Streiks
12.500 BVG-Beschäftigte (17. 2. 2012)
B.Z./dpa/dapd

VERKEHR
Straßennetz 5400 km [1]
zugelassene Kraftfahrzeuge 1.327.015 Mio. [2]
davon PKW 1.135.704 [2]
Autos pro 1.000 Ew. 328 [3]
Fahrräder pro 1.000 Ew. 721 [3]
[1] http://www.stadtentwicklung.berlin.de/verkehr/politik_planung/zahlen_fakten/entwicklung/de/kfz.shtml
[2] http://www.auto-motor-und-sport.de/news/pkw-bestand-2011-wer-hat-die-meisten-auf-der-strasse-4331822.html
[3] http://www.berlin.de/imperia/md/content/rbm-skzl/120925_berlin_eine_erfolgsgeschichte_2012.pdf?start&ts=1348579199&file=120925_berlin_eine_erfolgsgeschichte_2012.pdf

Öffentlicher Verkehr
tägliche Nutzer des VBB 3,47 Mio.
Bus-Netz 1.095 Km
S-Bahn-Netz 257 km
Straßenbahn-Netz 186 km
U-Bahn-Netz 145 km
http://www.berlin.de/imperia/md/content/rbm-skzl/120925_berlin_eine_erfolgsgeschichte_2012.pdf?start&ts=1348579199&file=120925_berlin_eine_erfolgsgeschichte_2012.pdf

LEBENSHALTUNGSKOSTEN
Notwendige Arbeitszeit für den Kauf von…
1 Big Mac Min. 16
1kg Brot Min. 11
1kg Reis Min. 9
1 iPhone 4S 16GB Std. 55,5
http://www.ubs.com/global/en/wealth_management/wealth_management_research/prices_earnings.html

Preise (in EUR)
12 Eier 2,16,-
1 kg Tomaten 2,31,-
Brot für 2 Personen (1 Tag) 1,29,-
0,5 Liter Bier im Supermarkt 0,87,-
1 Liter Vollmilch 0,85,-
Stundenlohn Putzhilfe 10,61,-
Monatsmiete für eine 85 qm-Wohnung
in einem teuren
Stadtviertel 1.040,-
1 Liter Benzin 1,59,-
Monatskarte ÖPNV  74,0,-
Taxifahrt (8 Km) 18,68,-
http://www.expatistan.com

Mieterstadt Berlin
Anzahl Mietwohnungen 1.688.000 [1]
Anzahl Eigentumswohnungen 200.000 [1]
bis 2030 zusätzlich benötigte Wohnungen 150.000 [2]
[1] http://www.rdm-berlin-brandenburg.de/aktuelles/mitteilungen/details/archive/2012/november/article/berlin-wenig-leerstand-viel-andrang.html?tx_ttnews[day]=22&cHash=e2f74a0213
[2] http://www.berliner-zeitung.de/berlin/steigende-einwohnerzahl-boomtown-berlin,10809148,20759430.html

Anteil der Bruttokaltmiete am Haushaltseinkommen
in ausgewählten Berliner Bezirken
Neukölln 30,7%
Friedrichshain-     
Kreuzberg 29,4%
Mitte 28,4%
Lichtenberg 26,7%
Mahrzahn-             
Hellersdorf 28,1%
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/mieten-in-berlin-singles-sind-am-staerksten-belastet,10809148,20910476.html

Veränderung der mittleren Neuvertragsmieten
in ausgewählten Berliner Bezirken (2007-2011)
Neukölln plus 21 % bis 30 %
Friedrichshain-
Kreuzberg plus 31 % bis 40 %
Mitte plus 21 % bis 30 %
Lichtenberg plus 11 % bis 20 %
Mahrzahn-            
Hellersdorf plus 0% bis 10%
http://www.neues-deutschland.de/artikel/805053.bis-zu-40-prozent-auf-die-neue-miete.html

ARMUT
Öffentliche und private Schulden
Berliner Haushalt 2012 22,276 Mrd. [1]
Schulden (30.06.2012) 60,894 Mrd. [2]
Zinszahlungen für Altkredite / Jahr 2,3 Mrd. [3]
Überschuldete Einzel-Personen in Berlin 371.165 [4]
Mittlere Schuldenhöhe 33.000 EUR [4]
Schuldnerquote in Tiergarten 16,95% der Personen über 18 Jahren [4]
Schuldnerquote in Wedding 18,36% der Personen über 18 Jahren [4]
[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin
[2] http://www.berlin.de/sen/finanzen/haushalt/basis/index.html
[3] http://www.in-berlin-brandenburg.com/Blog/2012/06/14/haushaltsplan-dem-abgeordnetenhaus/
[4] http://www.creditreform.de/website/Berlin/Advanced/Downloads/Eigene_Downloads/Regionale_Analysen/2012-11_Analyse_Berlin_SchuldnerAtlas_2012.pdf

Armut in Berlin (2011)
Armutsgrenze 848,- EUR / Alleinstehende [1]
Menschen unterhalb der Armutsgrenze 21,1% [1]
im Bundesdurchschnitt 15,1% [1]
Empfänger von Hartz/IV 580.723 [2]
Bedarfsgemeinschaften 320.000 [2]
Armutsquote bei unter 3-Jährigen 34,3% [3]
[1] http://www.tagesspiegel.de/berlin/studie-hohes-armutsrisiko-in-berlin/7390326.html
[2] http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article106241817/Fuer-viele-Berliner-ist-das-Jobcenter-ein-ewiges-Sozialamt.html
[3] http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article110073832/Jedes-dritte-Kleinkind-in-Berlin-lebt-in-Armut.html

Niedriglohn trotz Vollzeitbeschäftigung in Berlin
Niedriglohngrenze (Ost) 1.379 EUR
Bundeseinheitliche Niedriglohngrenze 1.802 EUR
Vollzeitbeschäftigte unter Niedriglohngrenze (Ost) 15,9 %
Vollzeitbeschäftigte unter bundeseinheitlicher
Niedriglohngrenze 28,2 %
http://www.dgb.de/themen/++co++ac4f0354-fcb8-11e1-904f-00188b4dc422

Stellenabbau im öffentlichen Dienst
Vollzeitstellen 1990 207.151 [1]
Vollzeitstellen 2011 101.501 [2]
[1] http://www.berliner-zeitung.de/archiv/seit-der-wende-wird-im-oeffentlichen-dienst-gespart---bei-angestellten-soll-weiter-gekuerzt-werden-97-000-stellen-sind-weg,10810590,10470620.html
[2] http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Stat_Berichte/2012/SB_L03-02-00_2011j01_BE.pdf

Deindustrialisierung
Anteil Berlins an der Beschäftigung in Deutschland (heutiges Staatsgebiet) in %
Produzierendes Gewerbe
1939
8,7 | 1961 4,7 | 1989 3,8 | 2010 2,1
Handel und Verkehr
1939 10,6 | 1961 5,5 | 1989 5,3 | 2010 3,9
Dienstleistungen
1939 15,9 | 1961 8,3 | 1989 5,0 | 2010 4,9
Staat und Organisationen
1939 16,5 | 1961 7,7 | 1989 7,1 | 2010 5,4
Insgesamt
1939 10,3 | 1961 5,6 | 1989 5,0 | 2010 4,0
http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/produkte/zeitschrift/2012/HZ_201204.pdf

Berliner Industriearbeitsplätze
1971 427.500 [1]
1988 360.000 [2]
2011 105.000 [3]
[1] Berlin Handbuch; FAB Verlag, Berlin; 1993; S. 1395 ff
[2] http://www.buergerimstaat.de/2_97/bis972c.htm
[3] http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-wirtschaft/industrie/factsheet_industrie.pdf?start&ts=1348835370&file=factsheet_industrie.pdf

Demontage
Zahl der in der sowjetischen Besatzungszone demontierten Beriebe
bis zum 2. August 1945 988
3. August 1945 bis 1. Oktober 1947 2.264
insgesamt 3.152
http://www.opus.ub.uni-erlangen.de/opus/volltexte/2006/414/pdf/Diss.Ute%20Boehme.pdf

Verlustquote durch sowjetische Demontage von Betrieben nach Kriegsende
West-Sektoren 67% [1]
Ost-Sektor 33% [1]
Kapazitätsverlust in der elektrotechnischen
Industrie Westberlins 70-80% [2]
[1] Berlin Handbuch; FAB Verlag, Berlin; 1993;S. 1395 ff
[2] http://www.opus.ub.uni-erlangen.de/opus/volltexte/2006/414/pdf/Diss.Ute%20Boehme.pdf

Ausräumungsgrad verschiedener Siemenswerke
Elmowerk 91%
Dynamowerk 90%
Stromrichterwerk 89%
Kabelwerk 74%
Schaltwerk 72%
Kleinbauwerk 65%
Metall- und Eisengießerei 57%
durchschnittlicher Demontagegrad 77%
http://www.opus.ub.uni-erlangen.de/opus/volltexte/2006/414/pdf/Diss.Ute%20Boehme.pdf

Anzahl der Maschinen in den 12 größten Berliner Maschinenbauunternehmen
1939 25.000
1945 88
Peter Schulz: A Viability Concept: Isolated West-Berlin as a Case Study, University of Illinois at Urbana-Champaign, 1971

Firmensitzverlegungen
Abwanderung von Aktiengesellschaften aus Berlin
1944 3
1946 18
1947 37
1948-1949 64
Grischa Meyer, Rosinen aus Berlin; Lettre International, Nr. 96, Frühjahr 2012

Zahl der Firmensitzverlegungen nach der Blockade
bis 1950 320 [1]
AG + GmbH
1950 100 | 1951 60 | 1952 53 
sonstige
1950 104 | 1951 76 | 1952 58
gesamt
1950 204 | 1951 136 |1952 113 [2]
[1] http://www.berlin.de/imperia/md/content/wirtschaft_neu/masterplan_industrie.pdf?start&ts=1289568553&file=masterplan_industrie.pdf
[2] Alfred Zimm: Westberlin : der Industriestandort Westberlin unter den Bedingungen der Frontstadt; Deutscher Verlag der Wissenschaften; Berlin, 1961

Die AEG als größtes und typisches Berliner Unternehmen, das bis zum Kriegsende 90 Prozent seiner Fertigung in Berlin hatte, behielt ihren Verwaltungskopf an der Spree. Mit der Anfangshilfe von 14 Millionen RM baute sie in Westberlin bis heute ein Drittel der früheren Produktionsfläche und ein Drittel der Maschinen wieder auf. Wegen der günstigeren Finanzierungsmöglichkeiten wurden aber auch ein halbes Dutzend neuer Fabriken in Westdeutschland errichtet. Trotzdem konnte die Westberliner Adressen-G.m.b.H. Klett in ihrem vertraulichen April-Rundschreiben die AEG als fast einzigen Großbetrieb aus ihrer geheimen Spezialliste verlagerter Berliner Firmen herauslassen. Diese Liste enthält 1750 Namen bekannter Unternehmen, denen die Berliner Luft mit der Zeit zu dicke geworden ist.
DER SPIEGEL 18/1950; http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44448230.html

Zugewandertenbetriebe in der BRD 1953
Zugewandertenbetriebe = Betriebe, deren Inhaber aus der SBZ zugewandert ist oder an deren Kapital Zugewanderte zu mehr als 50% beteiligt sind.

Zugewandertenbetriebe 3.436
Beschäftigte 190000
darunter
Maschinenbau 32000 Beschäftigte
Elektrotechnische Industrie 33000 Beschäftigte
Fahrzeugindustrie 10000 Beschäftigte
Textilindustrie 27000 Beschäftigte
Prof. Dr. Nikolaus Wolf, Standortfolgen der Deutschen Teilung, Power Point Präsentation, Freie Universität Berlin, Sommer 2006